Enquete SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache an höheren Schulen Donnerstag, 27.Oktober 1994 PI-Wien
ARBEITSKREIS 1 Mag. Gerd Lau Mag. Grete Kernegger
FORDERUNGEN
Fördermaßnahmen
- analog zur Pflichtschule sofort Werteinheiten an den einzelnen Schüler/ die einzelne Schülerin gebunden für besondere Fördermasznahmen dazu Übernahme des Lehrplanzusatzes und des Lehrplans für Deutsch als Fremdsprache (interkulturelles Lernen) für AHS -- (BHS hat Lehrplanzusatz) Gleiche Förderung für alle SchülerInnen / wortidente Lehrpläne.
- Fonds für Lehrmittel für diese BESONDEREN FÖRDERMASZNAHMEN.
- räumliche Möglichkeiten an den Schulen verbessern.
- analog der Unterstufe Fördermasznahmen auch für SchülerInnen der 6. bis 8. Klassen.
- Zuteilung dieser WE unabhängig vom Topf für Freigegenstände und Unverb. Übungen Zuteilung vom BMUK direkt.
Lehrwerke und Materialien
- zusammengefaßte Info (Liste) über vorhandenes Material DaZ - mit Kommentar.
- Material nach Alter und Schwierigkeitsgrad stufen (ausweisen) (für Oberstufe wenig vorhanden)
- vergleichende Grammatiken, - Wörterbücher, sollen in den Schulen aufliegen - Bilderlexikon
- Lesebücher sollen auch Texte aus anderen Kulturen beinhalten - Kriterium für Approbation.
- audiovisuelle Materialien
- für den regulären Deutschunterricht: differenzierte Arbeitsblätter für Gruppenarbeit ...
- Sprachspiele
Matura
- Deutsch soll auch als 1. lebende Fremdsprache möglich sein
- Anpassung der Anforderungen einer -DaF-Matura an die Universitätssprachprüfung aus Deutsch
- Intensivförderung für Quereinsteiger in der Oberstufe (v.a. 7. und 8. Klassen)
- BetreuungslehrerInnen für Quereinsteiger
- zweisprachige Wörterbücher bei der Matura (- Reifeprüfungsverordnung)
- "Sprachumdrehen" auch bei der Matura
- Lehrpläne für alle Sprachen: es fehlen dzt. noch Türkisch, Polnisch u.a.
Lehrerfortbildung (-ausbildung)
- DaZ als verpflichtender Bestandteil des Germanistikstudiums
- DaZ-Zusatzausbildung mit Qualifikationscharakter (ev. nach dem Beispiel Informatik?) laufende Fortbildungsangebote Freistellungen dafür
- koordinierte Planung der Fortbildung österreichweit
- klare Strukturen und Kompetenzen bzgl. Fortbildung -- offizielle Anlaufstelle
- Förderung von standortbezogenen DaZ-Fortbildungen "SCHILF" für alle Fächer Thematisierung von DaZ in allg. Konferenzen
Re-Integration von LektorInnen (Ressourcen nützen)
einerseits: bisher keine Qualifikation für DaZ-Förderkurse an AHS erforderlich andererseits: ungenutzte Ressourcen: - DaF - und Auslandserfahrung von LektorInnen - Problem der Reintegration von LektorInnen in den österr. Arbeitsmarkt
deshalb: bevorzugte Berücksichtigung von Lehrkräften, die eine praktische Erfahrung im DaF-Unterricht durch ihre Auslandstätigkeit aufweisen können.